Der Juli in Kyoto
Es ist Juli und das Wetter ist zurzeit unerträglich. Bei über 35°C und einer unglaublichen hohen Luftfeuchtigkeit hält man es wirklich nur in klimatisierten Räumen auf. Jeder Gang vor die Tür, jede Bewegung, ja sogar das liegen im Bett treibt einem die Schweissperlen auf die Stirn. Vom Training rede ich erst gar nicht!!!
Vielleicht ist es aber ein Wink von irgendwelchen Lerngötte
rn, dass es in der Bücherei der Uni besonders kühl ist. So sitze ich zur Zeit jeden Tag dort und versuch mir die Kanji und die Vokabeln in den Kopf zu hämmern. Ich habe insgesamt 7 Prüfungen, die am Freitag nächste Woche beginnen und sich dann genau eine Woche hinziehen und am Freitag übernächste Woche mit einer Riesen SemesterAbschlussParty enden. Der eigentliche Unterricht und die Vorlesungen haben schon diese Woche aufgehört, sodass man jetzt Zeit hat zu lernen und die Hausarbeiten zu schreiben.
Das einzige was einen zur Zeit ein wenig vom lernen abhält ist das GION MATSURI, eines der g
rn, dass es in der Bücherei der Uni besonders kühl ist. So sitze ich zur Zeit jeden Tag dort und versuch mir die Kanji und die Vokabeln in den Kopf zu hämmern. Ich habe insgesamt 7 Prüfungen, die am Freitag nächste Woche beginnen und sich dann genau eine Woche hinziehen und am Freitag übernächste Woche mit einer Riesen SemesterAbschlussParty enden. Der eigentliche Unterricht und die Vorlesungen haben schon diese Woche aufgehört, sodass man jetzt Zeit hat zu lernen und die Hausarbeiten zu schreiben.
rössten Volksfeste Japans. Angefangen im Jahre 869, als eine Seuche Kyoto heimsuchte. Junge Männer trugen damals erstmals hölzerne Wagen durch die Strassen um die Götter zu bitten, die Seuche zu beenden. Dies geschah wirklich und diese Prozedur wurde schnell ein populäres Volksfest. An sich feiert man das Gion Fest den ganzen Juli, aber die Tage vom 14. bis zum 17. gelten als die Haupttage. Für diesen Anlass werden die Strassen der Innenstadt gesperrt und 1000 von Menschen strömen mit Yukata (traditioneller Sommer Kimono) bekleidet durch die Strassen, trinken, essen und feiern.http://users.cihost.com/ata/gionmatsuri.html
http://www.feste-der-religionen.de/feste/gion-matsuri.html
http://www.feste-der-religionen.de/feste/gion-matsuri.html
Ich bin jetzt schon fast 4 Monate hier in Kyoto und in dieser Zeit habe ich wirklich das ein oder andere Mal vor Ungläubigkeit oder Überraschtheit den Kopf schütteln müssen oder bin das ein oder andere in Fettnäpfchen getreten. Da ich euch das nicht vorenthalten will, werde ich nach und nach Beispiele erzählen. Anfangen werde ich mit „Gyutan“.Während die der japanischen Sprache mächtigen Leser nun schon wissen worum es geht, möchte es ich den anderen kurz erklären. Es handelt sich um „KUHZUNGE“.
Ich esse regelmässig in der Mensa und man muss sich täglich zwischen den ganzen Menüs und Sets entscheiden. Aus irgendeiner, mir bis heute unerklärlichen, Laune heraus wollte ich mal was neues probieren und ich bestellte mit Lee und Chris zusammen „Gyutan“-Set. Auch wenn mir die Worte irgendwie bekannt vorkamen habe ich mir nicht viel dabei gedacht. Auch als wir anfangen uns die irgendwie komisch geformten „Fleischstücke“ in den Mund zu stecken ging uns noch kein Licht auf… Doch dann plötzlich hatte ich diesen Geistesblitz und die Übersetzung viel mir schlagartig wieder ein… KUH ZUNGE!!! Wir haben den Rest nicht mehr essen können und wirklich wohl war uns danach auch nicht… Ich habe seit diesem Tag beim Warten in der Schlange vor der Bestellung mal darauf geachtet und viele Japaner gefragt und es ist wirklich so, dass Kuhzunge hier der absolute Renner ist. 90% der Leute sagten, dass das doch suuuuper lecker wäre und sie das regelmässig essen würden. Naja. Ich hatte eher das Bild einer auf der Wiese stehenden und die Zunge aus dem Mund hängenden Kuh im Kopf!!
http://koedachan.cocolog-nifty.com/hitorigoto/images/gyutan.jpg


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