ライトアップ - Kyoto bei Nacht
Kyoto bei Tag kann ja schon schön sein, aber bei Nacht, wenn die alten Gebäude und Tempel beleuchtet und so in eine ganz besondere Stimmung versetzt werden, kommt man wirklich manchmal ins schwärmen. Ich habe mich also mal wieder mit der "Gang" auf dem Weg gemacht. Es ging zum Kiyomizudera, der es mir schon bei Tag angetan hatte und der für 3 Tage nachts geöffnet und erleuchtet wurde. Meine Erwartungen wurden wirklich übertroffen. Vor allem die Haupthalle sah unglaublich aus, in den dunklen Bergen gelegen, mit Blick auf das nächtliche Kyoto. Ein ganz besonderes Highlight sollte dann in einem Nebentempel auf uns warten. Wir wollten nur vorbeigehen, aber ein alte
r Mann winkte mir aus dem Dunklen einer NIsche zu sich und fing an mir eine Geschichte zu erzählen! Ich muss zugeben dass ich seine Worte kaum verstanden habe, ob es an meinem Hörverständnis, oder an seiner Aussprache lag lasse ich mal dahingestellt. Jedoch war es die Geschichte über den Gang, den wir erreichten, als wir eine dunkle Treppe hinunter stiegen, um das Hauptheiligtum des Tempels zu "finden". Hatte mich zuerst gewundert warum wir das finden müssten, aber ich hab dann schnell verstanden warum. Nach d
er dunklen Treppe folgte nämlich ein stock-dunkler Gang. Man sah wirklich überhaupt nichts mehr... Nur ein Seil führte einen durch Gänge unterhalb der Tempelanlage! So ganz wohl war mir wirklich nicht und als ich dann auch noch mit dem Kopf gegen nen Balken stiess, die Erbauer haben wohl damals nicht mir 2m grossen Herren gerechnet, haben wir uns dann doch dafür entschieden, die Handys aufzuklappen und so mit Licht durch die Gänge zu irren. Das Heiligtum, einen leicht schwach beleuchteten Marmor Stein mit Inschrift, haben wir dann auch gefunden und ihn gestreichelt, wie uns das der alte Herr vor der Tür erklärt hatte. Das soll einem in irgendeiner Weise Glück beim KinderWunsch bringen... Den so wie ein Kind im Bauch der Mutter nichts sieht und irgendwann das Licht der Welt entdeckt, soll man sich auch in diesem Gang fühlen.. Wie gesagt, so oder so ähnlich, war die Geschichte des Mannes, der dann mysteriöser Weise nach dem herauskommen verschwunden war. Echt ein wenig komisch.Darüberhinaus fand am Abend des 16., dem letzten Tag des buddhistischen O-Bon Festes, bei dem die Geister der verstorbenen Ahnen geehrt werden, das
五山の送り火 "Gozan no Okuribi" statt. Riesige Feuer, werden auf fünf Bergen rund um Kyoto angezündet, um den Seelen der Verstorbenen, die zeitweise in die irdische Welt zurückgekehrt sind, den Weg zurück zur Unterwelt zu erleuchten. Die fünf Feuer haben verschiedene Formen, aber wohl am berühmtesten ist das in Form des Kanji 大 "gross". Man sagt, dass man die Feuer schon vor 1000 Jahren anzündete... Auch wenn es keine 1000 Jahre sind, ein ganz besonderes Erlebnis ist es aber wirklich, wenn diese riesigen Feuer in der Dunkelheit leuchten.
Was nur ein wenig unpassend war, war dass ich glaube jeden Einwohner Kyotos diese Flammen sehen wollte, sodass man sich in einem Menschen-Meer wiederfand, in dem es teilweise weder vor noch zurück ging.
五山の送り火 "Gozan no Okuribi" statt. Riesige Feuer, werden auf fünf Bergen rund um Kyoto angezündet, um den Seelen der Verstorbenen, die zeitweise in die irdische Welt zurückgekehrt sind, den Weg zurück zur Unterwelt zu erleuchten. Die fünf Feuer haben verschiedene Formen, aber wohl am berühmtesten ist das in Form des Kanji 大 "gross". Man sagt, dass man die Feuer schon vor 1000 Jahren anzündete... Auch wenn es keine 1000 Jahre sind, ein ganz besonderes Erlebnis ist es aber wirklich, wenn diese riesigen Feuer in der Dunkelheit leuchten. Was nur ein wenig unpassend war, war dass ich glaube jeden Einwohner Kyotos diese Flammen sehen wollte, sodass man sich in einem Menschen-Meer wiederfand, in dem es teilweise weder vor noch zurück ging.


1 Comments:
Whoaw, geiles Photo vom Daimonji.
:D
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