Japan - Der alltägliche Wahnsinn

Das Tagebuch zu dem 12-monatigem Aufenthalt in Japan ... Studium an der Ryukoku in Kyoto, Neues, Interessantes, Skuriles, Lustiges ...

Sonntag, Oktober 29, 2006

"Schulausflug" zum Sanjusangen-Do (三十三間堂) und Chishaku-In (智釈院)

Letzte Woche war es dann „endlich“ wieder soweit! Der alljährliche (besser all-semesterliche) Schulausflug mit allen Auslandsstudenten und Lehrern stand auf dem Programm. Ich hab schon beim letzten Ausflug erwähnt, dass ich diese Riesengruppen-Touren, seien sie auch noch so typisch japanisch, nicht leiden kann, weil nicht die Freiheit hat das zu sehen oder zu tun was man will, sondern wird mehr oder weniger durch die Programmpunkte geführt und „abgefertigt“! Aber Anwesenheitspflicht ist Anwesenheitspflicht und es ging auch zum Sanjusangen-Do Tempel (三十三間堂), den mir schon seit längerem mal ansehen wollte. Der im Jahre 1164 erbaute Sanjusangen-Do steht im Osten Kyoto´s und ist für seine 1001 Statuen von Kannon, dem Gott der Barmherzigkeit berühmt. Die Hauptstatue des Gottes hat 1000 Arme und ist 4 Meter hoch. Sie wird auf beiden Seiten von jeweils 500 kleineren Statuen (immer noch so gross wie ein Mensch) umgeben. Alle diese 1000 Statuen sehen unterschiedlich aus und stammen aus dem 13.Jh. Obwohl es verboten war, hab ich schnell ein Foto gemacht, weil man sich das sonst diese Dimensionen nicht vorstellen kann. War wirklich beeindruckend. Die Haupthalle, in der die Statuen in mehreren Reihen aufgereiht sind, ist 118 Meter lang und ist damit das längste Holzgebäude Japans. Es bietet sich daher auch quasi an hier ein Bogenschießen-Wettbewerb abzuhalten. Und so findet einmal im Jahr seit der Edo-Zeit das traditionelle Archery-Event (通し矢) neben der Haupthalle des Tempels statt.

Danach ging es dann zum in der Nähe gelegenen Chishaku-In (智釈院)- Tempel, der für seine Gartenanlage berühmt ist. Ein wirklich schönes Fleckchen!! Chris, Lee, Maurice und ich haben dann die uns gegebene Zeit innerhalb des Tempels zum relaxen genutzt! Ich finds wirklich immer wieder erstaunlich, wie beruhigend diese alte japanische Architektur ist. Auf Tatami sitzend, die Schiebetüren zum Garten geöffnet, die Kois im Teich beobachtend. Echt ne tolle Sache!!

Naja, das wars dann auch schon fast von meiner Seite. Ansonsten habe ich die erste Woche ohne Basketball Training echt genossen. Erstaunlich wie viel Zeit ich jetzt abends habe! Ich hoffe nur dass mir genau diese Zeit nicht bald als zu lange erscheint... Langweile ist ja was ganz schlimmes! Deswegen hab ich mich auch dafür entschlossen, in den Basketball-Circle der Uni einzutreten. Ist ne Art Hobby-Team, das sich einmal die Woche trifft um ein paar Körbe zu werfen. Ist wohl auch ein gemischtes Team, so dass es wohl lange nicht so anstrengend wird, wie im Club, aber dafür haben die noch Spass am Spiel (eine Sache die ich meinen Teamkollegen echt vorgeworfen habe! Für die war es fast schon ein Beruf!)

2 Comments:

At 05:05, Anonymous Anonym said...

hi sven,
apropos basketball, ich vermisse im blog deinen bericht mit den bildern über das letzte spiel im club und der anschließenden sauferei.
hat da etwa die zensur zugeschlagen?
;-))
ich fand das doch gar nicht anzüglich, die duschbilder hattest du doch gar nicht veröffentlicht.
gruss aus dem ausnahmsweise heute verregneten berlin.
ebi

 
At 06:05, Anonymous Anonym said...

hallo, du schaffst es wohl echt in dem jahr alle kyoto-tempel zu besichtigen ^_^

 

Kommentar veröffentlichen

<< Home